Das Z10 Tagebuch

Z10 auf Pump [dk]

Verein — geschrieben von z10 @ 19:53

Nein, ich würde es doch nie wagen, etwas über die Z10-Finanzsituation nach draußen zu tragen. Stattdessen folge ich Andies Aufforderung, eine Anekdote über St.Patrick's Day ins Ferienloch zu werfen.

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Die Tür zum 2. OG... (AR)

Veranstaltung — geschrieben von z10 @ 13:29

Freitag morgens, zwischen drei und vier Uhr. Eine Gruppe aus 10 Personen, heterogen zusammengesetzt aus verbliebenen Gästen, Mitgliedern der italienischen Punkband "Daylightseventimes" und Z10lern steht im 2. OG vor der massiv-stählern anmutenden Feuerschutztür, die offenbar UNBEGRÜNDET beleidigt ihren Eisenriegel eingezogen und kurz nach dem Bündigwerden mit dem Türrahmen wieder ausgefahren hat...

Im 2. OG? Musiker in Lebensgefahr. Wasserhähne sind ja vorhanden, aber die Nahrung wird wohl in den nächsten drei oder vier Tagen knapp werden. Zumindest für die bandtechnische Übernachtung ist mit provisorischen Matratzenlagern noch halbwegs gesorgt, aber die Zeit drängt.

Die Situation ist verfahren: Einerseits wollen die Musiker, die bis dato noch wach waren, langsam schlafen gehen, andererseits sind die Musiker, die bis jetzt geschlafen haben, inzwischen wieder wach geworden und entwickeln Klaustrophopie, Hysterie und einen erneuten Appetit auf Bier. Dazu die übliche Menge aus Gaffern und Schaulustigen außenrum, die vermutlich (wäre es zu einem Notfall gekommen) niemals in der Geschwindigkeit, die nötig gewesen wäre, die Treppe für den Krankenwagen geräumt hätten. Was kann man mit 200 Kilo Stahl tun, die sich spontan zum Verschlossensein entschieden haben? Wie wird es weitergehn? Werden wir das 2. OG zumauern und nie wieder über "die Sache" reden? Und Ned, den Bassgitarristen, mit einem Korb an einer Schnur von dem 3. OG aus bis zur Rente durchfüttern?

Ein Krisenstab aus den letzten (halbwegs) Nüchterngebliebenen formiert sich. Nach kurzer Beratung ("Sowas ist doch noch nie passiert!" - "Höhö, hol maln Fotoapparat." - "Ha-ha, ich steh hier draus-sen!") und diversen hobbykriminellen Versuchen, irgendwie den Riegel mit einem verbogenen Brotmesser aufzuhebeln, wird beschlossen, hart durchzugreifen und die Tür zu killen. Mit einem Feuerlöscher und einem Vorschlaghammer wird eines der unteren Drahtglasfenster zerstört, die Glasreste mit einer Zange zahnarztgeschmeidig aus der Fassung gezogen und das Verletzungsrisiko mit dem guten alten Freund in der Not und besten Kumpel des Mannes (Gaffa-Tape!) beseitigt. Auf eine geschmeidige, limbolike Methode können nun Bands, Z10ler und Schaulustige zwischen 2nd Floor indoors und outdoors rotieren. Die Verständigung ist geschaffen, man kommt an den Sekt ran, mit dem CR heuer seinen Geburtstag feiert (Herzlichen Glückwunsch nochmal!) und kann den restlichen Abend geniessen.

Kurzer Check noch: Alle italienischen Musiker von der gemeinsamen Clubtour zum Carambolage wieder heimgekommen? Für Notfälle hat die Bookingagentur ihnen die Handynummer von den Amerikanern gegeben, die wiederum eine Handynummer von einem Z10ler haben...

Nachdem alles geklärt ist, flakt man sich zum Schlafen besinnlich auf die Couch im Café und schläft gegen fünf mit einer Kippe im Mund und einem halbvollen Bier vor sich langsam ein.

Das Konzert war übrigens ziemlich cool, beide Bands haben ordentlich gerockt, Bilder davon kommen bald auf die HP. Hannes hat auch ein paar auf www.nutmountain.de hochgeladen. Wir wünschen 5 Cent Deposit und Daylightseventimes noch viel Glück auf ihren jeweiligen Touren!




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