Folgende Situation spielte sich an diesem Wochenende ab:
Freitag, 18.11.2005.
ca. 5.30 Uhr
ein überaus erfolgreicher Tequila-Abend neigt sich dem Ende zu.
Zwei verstörte Figuren (AK und JK) stehen im ersten Obergeschoß-Flur und schreien die Wand an.
NEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!! hallt es durch das ganze Haus.
Kunsträuber im Z10?!
Der Schrei wurde doch schon einmal aus einem Museum geklaut, und jetzt soll es also ausgerechnet das Z10 getroffen haben??
Die Vorgeschichte:
Einen halben Tag verbrachten drei übermotivierte Menschen damit, 75 DIN A4 Blätter auszudrucken, liebevoll zurecht zuschneiden, sie dann mit nummern zu versehen, und mit einer Tesakonstruktion aneinander zu heften. Geschätzter Wert dieses Kunstwerkes: 2,10 Euro. Für die Erschaffer allerdings unschätzbar an ideellem Wert. War die ganze Mühe umsonst gewesen? Hatten sich hinterlistige Diebe ausgerechnet an dem 2 mal 1, 50 meter großen Bild einer schreienden Frau vergriffen?
Einen tequila später und den tränen nahe, beginnt Julia K, Mitinitiatorin des Werkes, Rachepläne zu schmieden.
Sollte ab jetzt ein überdimensionaler Stinkefinger oder Arsch die Wand schmücken, an der einst "der Schrei" hing? oder sollte ein Kopfgeld auf die Diebe ausgesetzt werden...vielleicht eine flehende Moralpredigt an die Räuber, in der sie aufgefordert wurden den Schrei zurückzubringen. Waren das denn Menschen ohne Gewissen?
Verschiedene Möglichkeiten wurden vertagt, der Raub des Kultwerkes hingegen umgehend bei stattfindenden Parties im Karsruher Raum gemeldet (->Gabi), um Betroffene zu informieren.
Samstag 19.11.2005
17.00 Uhr, Frühstück in der WG
MA und JK zweifeln am Sinn des Z10. Alle zukünftigen Pläne, die Räume zu verschönern werden über Bord geworfen. völlige Resignation macht sich breit. Stehlsichere Nagelkonstruktionen werden abgewogen, die Z10 Gäste mit verachtenden Kommentaren gestraft.
17.30 Uhr, JK verlässt zum ersten Mal die WG und findet folgende Botschaft an die Tür geheftet:
Guten Morgen Julia, der Schrei legt im Esszimmer, gruß Arthur.